Was sind Seadas?
Seadas sind große, handgefertigte , frittierte Teigtaschen, die mit jungem Schafskäsem Pecorino-Käse gefüllt und mit flüssigem sardischem Honig, meist aus wildem Thymian oder Eukalyptus, bestrichen. Der salzige Käse verbindet sich bei jedem Biss wunderbar mit dem süßen Geschmack des Honigs - das Ergebnis ist überraschend ausgewogen, harmonisch und unverwechselbar.
Anders als herkömmliche Desserts, die auf Zucker oder Schokolade setzen, punkten Seadas mit Kontrast und Authentizität: golden gebratener Teig, zart schmelzender Käse und ein natürlich süßer Geschmack ohne künstliche Zutaten.
Der Ursprung der Süßspeise
Das Dessert Seadas hat seinen Ursprung in den Bergregionen Sardiniens, insbesondere in der Region Barbagia, wo traditionell Hirten lebten. Früher bereiteten sie Seadas als herzhafte Hauptmahlzeit nach einem harten Arbeitstag zu, später wurde es zu einer typischen Festtagssüßspeise, die bei Festen und Familientreffen serviert wurde.
Wie werden Seadas zubereitet?
Die Grundlage ist ein Teig aus Grießmehl, Wasser und Schmalz, der in dünne Scheiben ausgerollt wird. In die Mitte jeder Scheibe wird eine Scheibe frischer Schafskäse gelegt, der oft mit geriebener Zitronen- oder Orangenschale aromatisiert wird. Dann werden sie sorgfältig versiegelt und in Oliven- oder Sonnenblumenöl goldbraun gebacken.
Noch heiß werden sie mit flüssigem sardischen Honig beträufelt - ein Muss für echte Feinschmecker. Moderne Versionen fügen manchmal Zucker hinzu, aber traditionelle Seadas ohne Honig sind nicht das Wahre.
Ein Erlebnis, das Sie lieben werden
In einem guten sardischen Restaurant werden die Seadas frisch und heiß serviert, direkt aus der Pfanne. Beim Aufschneiden dehnt sich der Käse schön aus und verbindet sich mit dem Honig zu einer cremigen Füllung. Der Geschmack ist frisch und unvergesslich - kurzum, das ultimative Essenserlebnis!
Wenn Sie auf Sardinien sind, sollten Sie in traditionellen Trattorien, vor allem in Bergdörfern oder an der Küste, nach Seadas Ausschau halten- am besten sind sie dort, wo sie von der Nonna nach einem alten Familienrezept zubereitet werden. Idealerweise genießt man sie mit einem Glas Myrtenlikör (Mirto).
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