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Capo Vaticano, ein felsiger Landzunge, die sich über das Tyrrhenische Meer erhebt, gehört zur Gemeinde Ricadi und bildet das Herzstück der berühmten „Küste der Götter“ (Costa degli Dei). Das kristallklare Meer, die weißen Strände, die dramatischen Klippen und die Panoramablicke bis hin zu den Äolischen Inseln werden Sie verzaubern.

Obwohl es in den letzten Jahren immer beliebter wird, bewahrt es sich eine ruhigere Atmosphäre als das nahegelegene Tropea.

 

Die Geschichte dieses Ortes reicht bis in die Zeit des „Großen Griechenlands“ zurück. In der Antike war das Kap als „Taurianum Promontorium“ bekannt, und der Legende nach befand sich hier ein Orakel, das von Seeleuten vor der Durchfahrt durch die gefährliche Meerenge von Messina aufgesucht wurde. Der Name Capo Vaticano leitet sich wahrscheinlich vom lateinischen Wort „Vaticinium“ ab, was so viel wie Prophezeiung oder Weissagung bedeutet. Der Ort wurde jahrhundertelang mit Mystik und Legenden über Wahrsager in Verbindung gebracht, die anhand des Vogelflugs und der Zeichen des Meeres die Zukunft voraussagten. Bis heute wirkt die hiesige Landschaft fast magisch.

Capo Vaticano

Strand von Grotticelle, Capo Vaticano

Der Strand von Grotticelle – das Wahrzeichen von Capo Vaticano

Wenn es einen Ort gibt, der zum Symbol von Capo Vaticano geworden ist, dann ist es zweifellos der Strand von Grotticelle. Tatsächlich handelt es sich um eine Reihe mehrerer aneinandergrenzender Buchten mit feinem, hellem Sand und unglaublich klarem Wasser. Diese Gegend wird oft als „Karibik Kalabriens“ bezeichnet und zählt zu den 20 schönsten Stränden der Welt!

Grotticelle ist der ideale Ort zum Schwimmen, Schnorcheln und Fotografieren. An klaren Tagen kann man vom Strand aus die Silhouetten der Liparischen Inseln und den aktiven Vulkan Stromboli beobachten, der sich am Abend oft als dunkler, aus dem Meer ragender Kegel am Horizont abzeichnet.

Praia i Focu – ein versteckter Schatz an der „Küste der Götter“

Kaum ein Strand in Italien weckt so viel Bewunderung wie Praia i Focu. Diese kleine, zwischen hohen Granitfelsen versteckte Bucht gilt als einer der schönsten Strände Kalabriens. Der Weg hierher ist nicht ganz einfach, was einer der Gründe dafür ist, dass er seinen wilden Charakter bewahrt hat. Man gelangt mit dem Boot oder über einen anspruchsvolleren Weg vom Leuchtturm aus dorthin.

Als Belohnung erwarten Sie weißer Sand, kristallklares Wasser und die umliegenden Felsen, die eine Atmosphäre schaffen, die an exotische Reiseziele weit jenseits der Grenzen Europas erinnert. Praia i Focu ist dank seiner reichen Unterwasserwelt auch ein beliebter Ort zum Schnorcheln.

Praia i Focu

Der Strand Praia i Focu

Aussichtspunkt am Leuchtturm

Einer der meistbesuchten Orte in Capo Vaticano ist der Aussichtspunkt am örtlichen Leuchtturm. Er liegt etwa hundert Meter über dem Meeresspiegel und bietet einen der schönsten Ausblicke in ganz Kalabrien. Von hier aus kann man die Strände von Grotticelle, die Bucht von Santa Maria, die felsige Küste des Kaps und bei guter Sicht auch Stromboli, Sizilien und manchmal sogar den Gipfel des Ätna sehen.

Torre Marrana: Erinnerung an eine unruhige Vergangenheit

Capo Vaticano hat mehr zu bieten als nur Strände. Unweit der Küste steht die Torre Marrana, ein Wehrturm aus dem 16. Jahrhundert. Er war Teil eines Systems von Küstenwachtürmen, die die lokale Bevölkerung vor Überfällen von Piraten und osmanischen Flotten schützen sollten. Heute ist der Turm eines der interessantesten historischen Denkmäler der Region, und im Sommer finden hier häufig kulturelle Veranstaltungen und Open-Air-Konzerte statt.

Capo Vaticano

Der weiße Leuchtturm von Capo Vaticano und der Blick auf Stromboli

Schnorcheln und Bootsausflüge

Die Klarheit des Meeres hier gehört zu den größten Attraktionen der Region. Unter der Wasseroberfläche lassen sich Fische, Meeresvegetation und Felsformationen beobachten, die ideale Bedingungen zum Schnorcheln und Tauchen bieten.

Sehr beliebt sind auch Bootsausflüge entlang der „Küste der Götter“. Denn vom Meer aus kommt die Schönheit der Felsklippen und versteckten Buchten noch besser zur Geltung als vom Festland aus. Viele Ausflüge führen bis nach Stromboli, wo man bei Abendfahrten den aktiven Vulkan beobachten kann.

Wann sollte man Capo Vaticano besuchen?

Die beste Reisezeit ist von Mai bis Oktober. In der Hochsaison bietet das Meer angenehm warmes Wasser und fast garantiert sonniges Wetter. Wer eine ruhigere Atmosphäre bevorzugt, sollte Juni, September oder Anfang Oktober wählen, wenn das Wetter immer noch hervorragend ist, die Strände aber nicht so überfüllt sind.

 

Capo Vaticano vereint alles, was man sich von Süditalien nur wünschen kann: wunderschöne Strände, kristallklares Meer, interessante Geschichte und unvergessliche Ausblicke.

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