Eine in Stein gemeißelte Legende
Der örtlichen Legende zufolge brach der Berg in dem Moment auf, als Christus am Kreuz seinen letzten Atemzug tat. Die Erde bebte vor Schmerz und der massive Felsen in Gaeta ( Region Latium) stürzte in die Tiefen des Meeres. Eine direkt in den Fels gehauene Inschrift erinnert noch heute an diese Legende, und der Ort ist für viele Pilger ein Symbol des Glaubens und des Staunens.
In der Mitte des zerklüfteten Berges steht das Santuario della Santissima Trinità - die Wallfahrtskirche der Heiligen Dreifaltigkeit. Sie wurde im 11. Jahrhundert von Benediktinermönchen gegründet und diente jahrhundertelang den Pilgern, die auf dem Weg nach Rom waren. Von seiner Terrasse aus hat man einen atemberaubenden Blick auf das blaue Meer, die Küste und die Stadt Gaeta.
La Mano del Turco - Die Hand des Ungläubigen
Das vielleicht interessanteste Detail der Montagna Spaccata ist der Handabdruck im Felsen, bekannt als La Mano del Turco. Die Legende besagt, dass ein türkischer Soldat, der nicht an die Geschichte des zerklüfteten Felsens glauben wollte, die Wand berührte und sie so sehr erweichte, dass seine Handfläche einen ewigen Abdruck hinterließ. Noch heute probieren Besucher hier ihre Hand aus, um zu sehen, ob sie wie angegossen in das Steinrelief passt.
Natürliche Schönheit und Stille
Die Treppe, die sich durch die Spalte hinunterschlängelt, lädt zu einem Spaziergang zwischen den hohen, schmalen Felswänden ein, die sich wie steinerne Tempel über einem erheben. Von unten hat man einen atemberaubenden Blick auf das Meer, dessen Wellen gegen die Klippen schlagen. Der Ort hat eine fast mystische Atmosphäre, egal ob man als Tourist oder Pilger hierher kommt.
Wenn Sie nach Gaeta fahren, sollte Montagna Spaccata auf keinen Fall auf Ihrer Liste fehlen. Einen ähnlichen zerklüfteten Berg finden Sie auch in der Region Venetien, in der Nähe der Stadt Vicenza.
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