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Im Nordosten Sardiniens, in der Region Gallura, etwa 25 km nördlich von Olbia, liegt Arzachena – eine Gegend, die eine ganz andere Seite Sardiniens zeigt. Hier finden Sie eine tausendjährige Geschichte, faszinierende archäologische Stätten, traditionelle Atmosphäre und einfachen Zugang zu einigen der schönsten Strände der Insel.

Wo liegt Arzachena?

Arzachena liegt im Nordosten Sardiniens, etwa 25 Kilometer von Olbia entfernt. Dank ihrer Lage gilt sie als Tor zur Costa Smeralda, die zu den prestigeträchtigsten Küstenorten im Mittelmeerraum zählt.

Im Gegensatz zu den bekannten Küstenorten bewahrt Arzachena jedoch eine ruhigere Atmosphäre und den authentischen Charakter einer sardischen Stadt.

Eine Stadt aus rosa Granit

Das Erste, was Ihnen hier auffallen wird, sind die typischen Gebäude aus lokalem Granit. Die rosa und grauen Steine verleihen dem Stadtzentrum ein unverwechselbares Aussehen, das sich deutlich von vielen anderen sardischen Städten unterscheidet. Das historische Zentrum besteht aus einem Gewirr aus Gassen, kleinen Plätzen und Cafés, in denen das Leben viel gemächlicher verläuft als in den geschäftigen Küstenorten. Genau hier können Sie die Atmosphäre des echten Sardiniens abseits der Haupttouristenrouten genießen.

Eines der bedeutendsten archäologischen Gebiete Sardiniens

Arzachena ist vor allem für seine einzigartigen prähistorischen Denkmäler bekannt. Das Gebiet war bereits vor mehreren tausend Jahren besiedelt, und bis heute findet man hier einige der am besten erhaltenen Spuren alter Zivilisationen auf der Insel.

 

Nuraghe La Prisgiona

Er gehört zu den am besten erhaltenen Nuraghen-Komplexen auf Sardinien und seine Geschichte reicht bis ins 14. Jahrhundert v. Chr. zurück. Neben dem zentralen Steinturm haben Archäologen hier auch die Überreste einer ganzen Siedlung mit Dutzenden von Häusern freigelegt. Die Stätte liegt nur wenige Kilometer von Arzachena entfernt und gehört zusammen mit dem nahegelegenen Riesengrab Coddu Vecchio zu den bedeutendsten historischen Denkmälern Nordsardiniens.

Nuraghe La Prisgiona

Nuraghe La Prisgiona, Arzachena

Tomba dei Giganti Coddu Vecchiu

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehört die „Tomba dei Giganti“ von Coddu Vecchiu, also das „Grab der Riesen“. Dieses monumentale Megalithbauwerk stammt aus der Nuraghenzeit und beeindruckt bis heute durch seine Größe und seine geheimnisvolle Geschichte. Der Legende nach wurden hier Riesen begraben, doch der eigentliche Zweck des Bauwerks stand im Zusammenhang mit den Bestattungsritualen der alten Bewohner Sardiniens.

 

Nuraghe Albucciu

Ein weiterer interessanter Ort ist die Nuraghe Albucciu, eines der typischen Nuraghen-Bauwerke, die als Symbol Sardiniens gelten. Diese Steintürme entstanden vor mehr als dreitausend Jahren und zählen bis heute zu den größten archäologischen Rätseln des Mittelmeerraums.

 

Li Muri

Geschichtsinteressierte sollten sich auch die Nekropole Li Muri nicht entgehen lassen. Es handelt sich um eine der ältesten Megalithstätten Sardiniens, deren Ursprünge bis in die Jungsteinzeit zurückreichen.

Das Tor zu den schönsten Stränden der Costa Smeralda

Das Gebiet um Arzachena umfasst einige der beliebtesten Strände Nordsardiniens. Nach einer kurzen Autofahrt erreichen Sie Orte, die regelmäßig in den Ranglisten der schönsten Strände Italiens auftauchen.

 

Spiaggia del Principe

Der Strand, der den Spitznamen „Strand des Prinzen“ trägt, ist berühmt für sein unglaublich klares Wasser und seinen feinen, hellen Sand. Viele halten ihn für einen der schönsten Strände ganz Sardiniens.

 

Capriccioli

Malerische Buchten, umgeben von Granitfelsen, bieten ideale Bedingungen zum Schwimmen und Schnorcheln.

Liscia Ruja

Liscia Ruja

Liscia Ruja

Einer der längsten Strände der Costa Smeralda bietet auch in der Hochsaison reichlich Platz und herrliche Ausblicke auf das türkisfarbene Meer.

Cannigione – das Küstengesicht von Arzachena

Zum Gemeindegebiet von Arzachena gehört auch der beliebte Ferienort Cannigione. Das ehemalige Fischerdorf hat sich nach und nach zu einem angenehmen Touristenzentrum mit Promenade, Restaurants und einem Hafen entwickelt. Cannigione ist der ideale Ausgangspunkt für Bootsausflüge zum Archipel La Maddalena oder zur Erkundung der Costa Smeralda.

Was man in Arzachena probieren sollte

Sardinien hat eine ganz eigene gastronomische Identität, und Arzachena bildet da keine Ausnahme.

Zu den lokalen Spezialitäten zählen Porceddu (traditionell gebratenes Spanferkel), Culurgiones (für Sardinien typische gefüllte Teigtaschen), Pecorino Sardo (berühmter Schafskäse) und Seadas (frittiertes Dessert, gefüllt mit Käse und Honig).

Porceddu

Porceddu

Wann sollte man Arzachena besuchen?

Die beste Reisezeit ist von Mai bis Oktober. Der Frühling bietet angenehme Temperaturen, eine blühende Landschaft und weniger Touristen. Die Sommermonate sind ideal zum Schwimmen und für Wassersport, allerdings muss man mit einem größeren Touristenandrang rechnen. September und Oktober locken mit immer noch warmem Meer und einer ruhigeren Atmosphäre.

 

Arzachena ist der Beweis dafür, dass Sardinien mehr zu bieten hat als nur Strände. Hier können Sie an einem einzigen Ort geheimnisvolle, jahrtausendealte Sehenswürdigkeiten entdecken, durch eine authentische sardische Stadt schlendern und sich innerhalb weniger Minuten an der Küste wiederfinden, deren Wasser an die Karibik erinnert.

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